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Vorsicht bei bestimmten Medikamenten

Wer an Herzschwäche erkrankt ist, braucht meist mehrere Medikamente. Sie sollen Beschwerden lindern und das Leben verlän­gern. Es gibt aber eine Reihe anderer Arzneimittel, die den Krankheitsverlauf ver­schlechtern können. Für Ihre Sicherheit ist es deshalb wesentlich, dass Ihr Arzt oder Ihre Ärztin über alle – auch rezeptfreie – Medikamente Bescheid weiß, die Sie einnehmen. Zudem kann Ihre Apotheke ein wichtiger Ansprechpartner sein.

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Patientenmaterialien: Vorsicht bei bestimmten Medikamenten

WAS IST EINE HERZSCHWÄCHE?

WARUM VORSICHT BEI BESTIMMTEN MEDIKAMENTEN?

WELCHE MEDIKAMENTE KÖNNEN UNGÜNSTIG SEIN?

Bei diesen Wirkstoffen raten Experten zur Vorsicht:

  • Ÿeinige Schmerzmittel wie Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen, Celecoxib oder Etoricoxib;
  • Ÿeinige Blutdrucksenker wie Doxazosin, Terazosin, Diltiazem, Verapamil, Nifedipin;
  • Ÿeinige Mittel gegen Herzrhythmusstörungen;
  • Ÿeinige Mittel gegen Depression, Krampfanfälle, Prostatabeschwerden oder Diabetes.

WAS TUN, WENN SIE DIESE MEDIKAMENTE NEHMEN?

Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Sie prüfen gemeinsam:

  • Gibt es einen anderen geeigneten Wirkstoff?
  • Brauchen Sie das Medikament wirklich?
  • Treten gefährliche Wirkungen ein?

Ein Medikationsplan kann Ihnen dabei helfen. Es ist sinnvoll, wenn Sie diesen Plan zu jedem Arztbesuch oder Apothekenbesuch mitnehmen.Mehr Informationen dazu finden Sie im Internet: www.kbv.de/html/medikationsplan.php.

Empfehlung

Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über alle Mittel, die Sie einnehmen oder einnehmen möchten. Und überlegen Sie gemeinsam, auf welche Sie vielleicht verzichten können.

MEHR INFORMATIONEN

Diese Patienteninformation beruht auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und fasst wichtige Punkte der NVL "Chronische Herzinsuffizienz" zusammen.

Die Patientenmaterialien wurden im Rahmen des Programms für Nationale VersorgungsLeitlinien erstellt. Es wird getragen von Bundesärztekammer, Kassenärztlicher Bundesvereinigung und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften.

Weitere Patienteninformationen

Methodik

Kontakt Selbsthilfe

Wo Sie eine Selbsthilfeorganisation in Ihrer Nähe finden, erfahren Sie bei der NAKOS (Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen): www.nakos.de, Telefon 030 3101-8960.

Verantwortlich für den Inhalt

Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ)
Im Auftrag von: Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF).

Kontakt ÄZQ

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Internet www.patinfo.org | www.azq.de

2. Auflage, 2017

zuletzt verändert: 14.11.2018 16:14