Bindehautentzündung (Konjunktivitis)
DISCERN-Bewertung
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Gesamtbewertung:
Die Publikation bietet wichtige Information über Bindehautentzündungen, ihre verschiedenen Ursachen und Symptome an. Nach dem Lesen ist klar, dass die Behandlung dieser Erkrankung ausschließlich von einem Augenarzt durchgeführt werden sollte. Dennoch wird auch erläutert, was der Patient tun sollte, um zu seiner Besserung beizutragen.
Als Informationsquelle über Behandlungsalternativen ist diese Publikation eigentlich nicht zu empfehlen. Gründe: keine Quellen-/Autorenangaben, veraltete Publikation bzw. Überarbeitung (`93/`98); keine ausreichende Info über Behandlungsmöglichkeiten; auch die Allgemein-Info ist zu kurz gehalten.
Sind die Ziele der Publikation klar?
Die Publikation hat ein Inhaltsverzeichnis, durch das man das Thema der Publikation identifizieren kann; allerdings werden weder klares Ziel noch Zielgruppe dargestellt.
Es ist zwar ein Inhaltsverzeichnis vorangestellt, aber es gibt keine inhaltlichen Ziele.
Erreicht die Publikation ihre selbstgesteckten Ziele?
Die Publikation wirkt als eine Warnung die Bindehautentzündung nicht selbst zu behandeln. Das scheint der Schwerpunkt der Publikation zu sein.
Ist die Publikation für Sie bedeutsam?
Existieren klare Angaben zu den Informationsquellen, die zur Erstellung der Publikation herangezogen wurden (neben dem Autor oder Hersteller)?
Keine Quellenangabe ist genannt. Die Information wurde vom Bundesverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) geschrieben.
Ist klar angegeben, wann die Informationen, die in der Publikation verwendet und wiedergegeben wurden, erstellt wurden?
Das Standdatum steht ganz unten links, aber es ist zu klein und dadurch einfach überzusehen.
Nur das Datum der Publikation bzw. deren Überarbeitung.
Ist die Publikation ausgewogen und unbeeinflußt geschrieben?
Diese Frage kann aufgrund der fehlenden Quellenangaben nur subjektiv beantwortet werden.
Enthält die Publikation detaillierte Angaben über ergänzende Hilfen und Informationen?
Nur eine Emailadresse vom BVA ist angegeben.
Äußert sich die Publikation zu Bereichen, in denen Unsicherheiten bestehen?
Beschreibt die Publikation die Wirkungsweise jedes Behandlungsverfahrens?
Das Thema Behandlung wird nur oberflächlich betrachtet, da die Behandlung nur Arztkompetenz ist.
Beschreibt die Publikation den Nutzen jedes Behandlungsverfahrens?
Das Thema Behandlung wird nur oberflächlich betrachtet, da die Behandlung nur Arztkompetenz ist.
Beschreibt die Publikation die Risiken jedes Behandlungsverfahrens?
Lediglich bezogen auf Eigenbehandlung wird auf Risiken hingewiesen.
Beschreibt die Publikation mögliche Folgen einer Nicht-Behandlung?
Sowohl die Konsequenzen einer Nicht-Behandlung als auch die einer falschen Selbstbehandlung werden deutlich beschrieben.
Nur bei einigen Krankheitsbildern wird auf die Risken einer Nichtbehandlung hingewiesen.
Beschreibt die Publikation, wie die Behandlungsverfahren die Lebensqualität beeinflussen?
Ist klargestellt, dass mehr als ein mögliches Behandlungsverfahren existieren kann?
Das Thema Behandlung wird nur oberflächlich betrachtet. Aber es wird klar beschrieben, was man nicht machen soll.
Ist die Publikation eine Hilfe für eine partnerschaftliche Entscheidungsfindung (das sogenannte shared decision-making)?
Obwohl die ermittelte Information sehr nützlich für die Patienten ist und die benutzten Fachbegriffe erklärt wurden, ist sie gelegentlich "zu wissenschaftlich" und schwierig zu lesen.
Die Behandlungsmaßnahmen nehmen in der ohnehin schon ziemlich kurzen Publikation (4 Seiten) nicht den Schwerpunkt ein; damit ist eine Entscheidungsfindung nur sehr eingeschränkt möglich.
