Asthmatherapie bei Kindern
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Gesamtbewertung:
Die Patienteninformation wurde in Form eines Flyers erstellt. Eltern asthmakranker Kinder erfahren auf einen Blick die wichtigsten Aspekte, die bei der Asthmaerkrankung ihrer Kinder zu berücksichtigen sind. Als Einstieg in die Arzt-Patienten-Diskussion nach Diagnosestellung ist dieser Flyer gut geeignet, reicht aber als Grundlage einer gemeinsamen Entscheidungsfindung nicht aus. Eltern von Asthmakranken Kindern benötigen hier weiteres Informationsmaterial und auch Ansprechpartner zum gemeinsamen Austausch.
Aufgrund seiner Funktion als Faltblatt kann die Publikation nur einen groben Überblick bieten. Schwerpunkt ist die medikamentöse Behandlung. Hier würde man sich allerdings mehr Auskunft zu Nebenwirkungen wünschen. Autoren- und Quellenangaben (bis auf eine) fehlen ebenfalls. Informativ ist der medikamentöse Stufenplan bzw. der individuell auszufüllende Massnamenplan für einen Asthmaanfall. Weitere Behandlungsmöglichkeiten wie z.B. Psychotherapie werden nicht erwähnt.
Sind die Ziele der Publikation klar?
Durch die Bezeichnung auf dem Deckblatt des Flyers "Asthmatherapie bei Kindern - Informationsblatt für Eltern" werden Ziele und Zielgruppe deutlich gemacht.
Zwar ist der Titel relativ aussagefähig, dennoch gibt es keine Einleitung bzw. Inhaltsangabe mit näheren Angaben.
Erreicht die Publikation ihre selbstgesteckten Ziele?
In sehr kurzer, knapper Form (wie bei einem Flyer auch nicht anders möglich) beschreibt die Information die wichtigsten Eckpunkte, die Eltern von asthmakranken Kindern beachten bzw. wissen müssen.
Als Faltblatt ist die Information natürlich kurzgefasst. Dennoch wünscht man sich noch detailliertere und weitergehendere Informationen.
Ist die Publikation für Sie bedeutsam?
Als grobe Übersicht über das Thema.
Siehe Vorpunkt. Im Punkt "Medikation" ist die Broschüre dagegen sicherlich bedeutsam.
Existieren klare Angaben zu den Informationsquellen, die zur Erstellung der Publikation herangezogen wurden (neben dem Autor oder Hersteller)?
Der Stufenplan zur Asthmabehandlung bei Kindern ist mit einer Literaturstelle von 1998 belegt. Ob diese Datenlage derzeit noch aktuell und güültig ist, ist dem Laien nicht ersichtlich. Als Autor tritt die Deutsche Atemwegsliga e.V. auf.
Bis auf eine Quellenangabe nicht
Ist klar angegeben, wann die Informationen, die in der Publikation verwendet und wiedergegeben wurden, erstellt wurden?
Wann die Informationserstellt wurde, ist nicht vermerkt. Es findet sich jedoch eine Quellenangabe von 1998, was bedeutet, dass das Datum der Erstellung danach gelegen haben muss.
Ist die Publikation ausgewogen und unbeeinflußt geschrieben?
Die Information enthält keine Werbung und ist in einer verständlichen und einfühlsamen Sprache verfasst.
Man kann davon subjektiv ausgehen; aufgrund der kaum gemachten Quellenangaben ist allerdings keine abschließende Bewertung möglich.
Enthält die Publikation detaillierte Angaben über ergänzende Hilfen und Informationen?
Als weiterführende Adresse wird lediglich die Adresse der Deutschen Atemwegsliga angegeben, die auch der Verfasser der vorliegenden Information ist.
Ledigich die genauen Adressangaben der eigenen Organisation sind vorhanden.
Äußert sich die Publikation zu Bereichen, in denen Unsicherheiten bestehen?
Hierzu werden keine Angaben gemacht.
Beschreibt die Publikation die Wirkungsweise jedes Behandlungsverfahrens?
Es wird erwähnt, dass die Medikamente entzündungshemmend und Brochien-erweiternd wirken.
Es wird kurz auf Prophylaxemöglichkeiten, sowie eingehender auf die medikamentöse Behandlung eingegangen.
Beschreibt die Publikation den Nutzen jedes Behandlungsverfahrens?
Lässt sich indirekt (Verbesserung der Symptomatik) ableiten.
Im Rahmen des Vorpunktes
Beschreibt die Publikation die Risiken jedes Behandlungsverfahrens?
Zu den Risiken der Behandlungsmethoden wird keine Aussage gemacht. Es wird auch nicht erwähnt, ob überhaupt Nebenwirkungen auftreten können.
Es gibt nur einen allgemeinen, unpräzisen Hinweis auf Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Einnahme von Kortisol. Alle anderen Medikamente sind unkommentiert.
Beschreibt die Publikation mögliche Folgen einer Nicht-Behandlung?
Lässt sich indirekt ableiten (keine Verbesserung bzw. Verschlechterung der Symptomatik).
Beschreibt die Publikation, wie die Behandlungsverfahren die Lebensqualität beeinflussen?
Ist klargestellt, dass mehr als ein mögliches Behandlungsverfahren existieren kann?
Es wird dargestellt, dass die Behandlung sich nach der Schwere der Erkrankung richtet (Stufenplan) und dass Medikamente sowohl vorbeugend als auch bei akuten Phasen eingenommen werden müssen. Es wird nicht erwähnt, ob es darüber hinaus weitere Behandlungsverfahren gibt.
Bezüglich der Prophylaxemöglichkeiten, sowie bei der medikamentösen Behandlung. Allerdings gibt es keinen Hinweis auf weitere Behandlungsmöglichkeiten (z.B. Psychotherapie).
Ist die Publikation eine Hilfe für eine partnerschaftliche Entscheidungsfindung (das sogenannte shared decision-making)?
Aufgrund seiner Funktion als Faltblatt kann die Publikation nur einen groben Überblick bzw. Erstinformation bieten. Als Grundlage für ein Arztgespräch damit nur teilweise geeignet.
